Beschreibung
MAGYAR AGÂR
Schon im 9. Jahrhundert diente der Agâr den nomadisierenden altungarischen Volksstämmen als Jagdwaffe. Im Jahre 895 n.Chr. drangen die Magyaren in das Karpatenbecken ein und besiedelten es. Die lange Volkswanderung führte durch Steppen und Halbwüsten, deren extreme Klimaverhältnisse und ein großer Wildbestand einen hervorragenden Hetzhund erforderte. Dieser mußte ein zäher, außergewöhnlich ausdauernder, anspruchsloser und widerstandsfähiger Windhund sein. Die spätere Besetzung Ungarns durch die Türkei brachte einen ordentlichen Schuß orientalischen Windhundblutes in die bereits vorhandene Population ein. Im 20. Jahrhundert wurden Greyhounds wegen ihrer Schnelligkeit und Eleganz eingekreuzt. Der Magyar Agâr findet heute in Ungarn noch Einsatz bei der Jagd auf Hasen und Füchse, außerdem ist er auf vielen Hunderennbahnen vertreten. Er unterscheidet sich von seinem englischen Gegenstück durch einen breiteren Kopf und Fang, durch größere Ohren und gröberes Haarkleid zum besseren Schutz gegen Kälte, außerdem ist er etwas kleiner als der Greyhound. Im Ganzen verkörpert dieser Hund Schnelligkeit, Ausdauer und Wachsamkeit. Seinem Besitzer ist er treu ergeben und zeigt sich auch Kindern gegenüber äußerst freundlich und zärtlich. Im Futter ist er nicht verwöhnt, die Fellpflege ist denkbar einfach. Der Magyar Agâr könnte außerdem eine recht gute Alternative für solche Leute darstellen, die Windhundformen lieben, doch Wachhundeigenschaften nicht missen möchten.
